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Die dicke Prinzessin Petronia

Verfasser/in: Suche nach diesem Verfasser Greve, Katharina
Verfasserangabe: Katharina Greve
Jahr: [2019]
Mediengruppe: B.Bell. 9-11/L.narr
nicht verfügbar

Exemplare

AktionZweigstelleStandorteStatusVorbestellungenFrist
Vorbestellen Zweigstelle: MS Sterzing Standorte: Grev Status: Entliehen Vorbestellungen: 0 Frist: 27.10.2022

Inhalt

Wir alle kennen ihn. Den einen Satz des De-Saint-Exupéry’schen Fuchses, der auf Teetassen gepinselt, in Poesiebücher gemalt und sogar als Oberarm-füllendes Tattoo gestochen wird. Jenen, die den weltbekannten Sinnspruch nicht mehr hören können und denen „Der kleine Prinz“ schon vor 75 Jahren zu pathetisch war, sei dieses mit Zynismus, intermedialen Verweisen, einer ordentlichen Portion Popkultur und ironischen Aphorismen angereicherte Comic wärmstens ans Herz gelegt. Denn schon auf Seite sechs wird die philosophische Essenz des internationalen Klassikers auf pragmatische Weise in die Tonne getreten: „Merke: Mit der Lupe sieht man besser als mit dem Herzen.“ Bei der Lektüre des Comics kann man von derlei Sprüchen, die Katharina Greve stets auf die linke Seite und in eine Sprechblase der Protagonistin setzt, nach weniger Seiten schon gar nicht mehr genug bekommen. Ein weiteres Highlight: „Seltsam, dass ›herrschen‹ nur ein schwaches Verb ist.“ Lose rekurrieren die linksseitige gesetzten Einzeiler mit den ein bis neun Panels umfassenden Strips auf der rechten Seite, die das triste Leben der Kleinen-Prinz-Cousine von Doppelseite zu Doppelseite zu einem Meisterstück des Zynismus macht. Greves pointierter und dem Genre Karikatur auf den Leib geschneiderte Illustrationsstil lenkt wie schon bei ihrem Hochhausprojekt nicht vom Wesentlichen ab, womit die facettenreiche Erzählung in Einzelepisoden nie an Fahrt verliert. Außer man amüsiert sich zu lange über Sätze wie „Grün ist die Hoffnung – und der Schimmel.“ Grün ist auch das Kleid der Prinzessin. Das ist jedoch schon die einzige Gemeinsamkeit, die sie mit ihrem berühmten Vetter teilt. Zum Glück, denn sonst wäre uns ein Abgesang auf noch immer tradierte Monarchenromantik entgangen, ebenso wie ein Paradebeispiel für zeitgenössische Satire in Comicform. Denn: „Achtung! Wer kein Blut sehen kann, sollte sich nicht in andere hineindenken.“ (1000 und 1 Buch/Peter Rinnerthaler/www.biblio.at)

Details

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Verlag: avant-verlag
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Systematik: Suche nach dieser Systematik 71 Comic
Interessenkreis: Suche nach diesem Interessenskreis Comic
ISBN: 978-3-9644500-8-1
Beschreibung: 102 Seiten
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Sprache: deutsch